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Formen der Harninkontinenz

Veröffentlicht am 2012-02-15 um 10:10:47
Dranginkontinenz Der nicht unterdrückbare imperative Harndrang führt zum Urinverlust, bevor die Toilette erreicht ist. Dies kann verschiedene Ursachen haben:

* Sensorische Dranginkontinenz: Hier ist die Wahrnehmung der Blasenfüllung im Sinne eines vorzeitigen Füllungsgefühls, etwa durch eine Entzündung, durch Blasensteine oder Obstruktion der ableitenden Harnwege, gestört.* Motorische Dranginkontinenz: Hier sind die efferenten Nervenimpulse zum Musculus detrusor (der für die Entleerung zuständigen Harnblasenmuskulatur) enthemmt, was zu einer vorzeitigen, manchmal krampfartigen Detrusor-Kontraktion führt.
Die Dranginkontinenz kann Folge von Entzündungen der unteren Harnwege (Harnblase, Harnröhre), von obstruktiven (einengenden) Veränderungen wie z.B. Harnröhrenstrikturen, gut- bzw. bösartigen Prostata-Vergrößerungen oder auch von neurologischen Störungen wie z.B. Demenzerkrankungen sein.
Die Therapie ist teils kausal (siehe oben), also die Ursache beseitigend, teils symptomatisch, lediglich die Beschwerden lindernd.
* Giggle-Inkontinenz (Enuresis risoria): Die Giggle-Inkontinenz oder auch Kicher-Inkontinenz genannt, stellt eine Sonderform der Dranginkontinenz dar. Dabei tritt unkontrollierter Urinverlust bei kräftigem Lachen auf, das aber klinisch nur schwer festzustellen ist. Diese doch recht seltene Form der Dranginkontinenz wird überwiegend bei Mädchen beobachtet, bei Jungen oder gar bei Erwachsenen ist diese Inkontinenzform bis jetzt so gut wie nie beobachtet worden. Die Ursache ist ein Defizit der zentralnervösen Hemmung auf den Miktionsreflex.
Stressinkontinenz = Belastungsinkontinenz 
Bei einer Stressinkontinenz löst der erhöhte Bauchinnendruck durch Belastung, Pressen aus den verschiedensten Gründen (Heben, Tragen, Treppensteigen, Lachen, Husten, Niesen) den mehr oder weniger ausgeprägten Harnverlust aus.
Es werden 3 Schweregrade unterschieden:
1. Grad: Inkontinenz beim Husten, Niesen2. Grad: Inkontinenz bei abrupten Körperbewegungen, beim Aufstehen, Hinsetzen3. Grad: Inkontinenz bei unangestrengten Bewegungen, im Liegen
Die Stressinkontinenz ist bei Frauen oft Folge mehrfacher Spontangeburten, die zu einer Überdehnung und Erschlaffung von Haltebändern und Beckenboden führen. Daraus resultiert eine Senkung (Descensus) der Organe des kleinen Beckens. So kann bei erhöhtem Bauchinnendruck dieser Druck nicht mehr als Verschlussdruck die Harnröhre erreichen, wohl aber noch in voller Stärke die Harnblase.
Beim Mann dagegen ist diese Form der Inkontinenz meist Folge einer traumatischen Schädigung des äußeren Blasenschließmuskels durch Operationen oder Unfälle.
Therapeutisch stehen bei der weiblichen Stressinkontinenz in leichten Fällen konservative, in den schwereren Fällen eine Reihe von operativen Methoden zur Verfügung. Hier wird heute in erster Linie ein sog. minimal-invasiver Eingriff, die TVT-Operation (Tension free Vaginal Tape = spannungsfreies vaginales Band) durchgeführt, mit diesem Eingriff können Erfolgsraten bis 70 % erzielt werden. Beim Mann kann der Versuch minimal-invasiver Eingriffe am Schließmuskel gemacht werden. In therapieresistenten Fällen kann ein künstlicher Schließmuskel implantiert werden, bei dem mittels Pumpensystem eine um die Harnröhre gelegte aufblasbare Manschette gefüllt bzw. geleert wird.
Mischinkontinenz 
Hier sind Drang- und Belastungsinkontinenz kombiniert.
Überlaufinkontinenz 
Die Überlaufinkontinenz (auch: Inkontinenz bei chronischer Retention) entsteht durch eine ständig übervolle Harnblase infolge von Abflussstörungen. Da der Binnendruck schließlich den obstruktiven Verschlussdruck übertrifft kommt es zum ständigen Harnträufeln.
Ursache der Überlaufinkontinenz ist meist die gutartige Prostatavergrößerung, seltener hochgradige Verengungen (Strikturen) der Harnröhre. Ebenfalls können neurologische Erkrankungen mit einer Erschlaffung des Musculus detrusor, wie sie im Rahmen einer Polyneuropathie bei chronisch schlecht eingestelltem Diabetes mellitus oder als Folge einer lower motor neuron - Läsion (LMNL, siehe bei Reflex-Inkontinenz) auftreten kann, zur "Überlaufblase" führen.
Sehr häufig kommt es in Folge einer Überlaufblase zu einem Rückstau des Urins in die Harnleiter und die Nieren mit der Gefahr einer zunehmenden Niereninsuffizienz (Funktionsverlust der Nieren) bis hin zur Urämie (Harnvergiftung).
Die Therapie besteht wenn möglich in einer Ursachenbeseitigung (Prostata, Harnröhre), bei irreversiblen Veränderungen durch Einsatz von Dauerkatheter, oder dem intermittierenden Selbstkatheterismus.
Reflexinkontinenz 
Die Reflexinkontinenz entsteht durch eine Störung oder Zerstörung der vom Gehirn ausgehenden Hemmungsbahnen und damit zu einem Überwiegen der Aktivitätsimpulse des Reflexbogens zwischen Harnblase und Blasenzentrum im Kreuzteil des Rückenmarks (S2 - 4). Diese führen zu reflexartigen Detrusor-Kontraktionen mit Harnabgang.
Ein solcher Zustand tritt beispielsweise nach einer Querschnittlähmung oberhalb des Blasenzentrums auf (UMNL, upper motor neuron lesion). Degenerative zentralnervöse Veränderungen, etwa bei Multiple Sklerose Erkrankten können den gleichen Effekt zeigen. Bei der LMNL (lower motor neuron lesion) tritt dagegen eine schlaffe, völlig denervierte Blase mit Überlaufinkontinenz auf.
Die Therapie erfolgt vorzugsweise medikamentös. Der intermittierende Selbstkatheterismus ermöglicht eine restharnfreie Entleerung. Oberstes Ziel des Selbstkatheterismus ist neben der Harnentleerung vor allem der Schutz des oberen Harntraktes (Nieren).
Extraurethrale Inkontinenz 
Bei der extraurethralen Inkontinenz liegt keine Insuffizienz des Verschlussapparates der Harnröhre (Urethra) vor. Der natürliche Harnausgang wird beispielsweise durch eine angeborene Fehlmündung eines Harnleiters hinter den Schließmuskel (Ureterektopie) oder eine verletzungsbedingte Fistel, wie etwa eine Blasen-Rektum- oder Blasen-Scheiden-Fistel als Operations- oder Bestrahlungsfolge "umgangen". Die Therapie erfolgt durch eine operative Korrektur.
Vorlagen und Windeln ersetzen niemals eine Therapie, sie dienen ausschließlich der Sicherstellung von sozialen und hygienischen Ansprüchen.
Quelle
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Formen der Harninkontinenz aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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